Verein

Auszug aus der Chronik:

Als sich in den Spätsommertagen des Jahres 1930 auf den Sieben Bergen die ersten Männer trafen, um Fußball zu spielen, da haben sie sicherlich nicht geahnt, dass aus dieser ersten kleinen Schar im Laufe der Jahre ein Verein mit heute über 500 Mitgliedern entstehen würde. Der erste Gedanke, einen Fußballverein ins Leben zu rufen, entstand während der Heuernte des Jahres 1930. In einer Zeit, als Arbeitslosigkeit vorherrschte und kaum finanzielle Mittel vorhanden waren, war dieses zunächst eine kühne Idee. Schon bald stellte sich aber heraus, daß es die “Männer der ersten Stunde” ernst meinten mit ihrer Idee. So traf man sich erstmals mehr oder weniger offiziell am 18. September des Jahres 1930 und versuchte, eine Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Man wollte lediglich Fußball spielen und hatte keine großen Ziele. Auf den Sieben Bergen wurde ein Heideplatz hergerichtet, wo dann auch schon bald die ersten Spiele ausgetragen wurden. Zu dieser Zeit verfügten die Spieler weder über Stutzen, Trikots oder Fußballschuhe. Allein der Wille, Fußball zu spielen, war vorherrschend. Die ersten Spiele wurden dann als Freundschaftsspiele oder in Form von Pokalturnieren in der Nach-barschaft wie u. a. in Verlüßmoor, Vollersode, Meinershagen und Giehlermoor ausgetragen. Von Zeit zu Zeit führte der Weg aber auch zu den Nachbarvereinen in Pennigbüttel, Osterholz-Scharmbeck und Gnarrenburg. Der Monatsbeitrag wurde pro Mitglied auf 0,25 Mark festgesetzt. Zum Vergleich: damals kostete ein Paket Tabak 0,30 Mark. Um die Finanzen hereinzubekommen, mussten die Kassierer die Mitglieder oft dreimal und öfter aufsuchen. Geld war kaum vorhanden. So war es kein Wunder, dass der Kassierer damals schon einen Zahlungsbefehl erhielt, weil er die angefertigten Tore nicht bezahlen konnte. Zu den damaligen Mitbegründern gehörten u. a. Johann Murken, Johann Petersen, Johann Ackmann, Heinrich Böttjer, Friedrich Ellmers, Fritz Schnakenberg, Erdmann Laue, Martin Sass, Martin Höljes, Johann Tietjen, Fritz Richter, Erich Schnakenberg, Diedrich Stelljes, Karl Schnakenberg, Bernhard Puckhaber und Georg Bunger.

Schon sehr bald kamen Wilhelm Ellmers aus Pennigbüttel und Oskar Müller aus Verlüßmoor neben einigen anderen hinzu. Zur Gründungsversammlung traf man sich offiziell im Lokal Laue in Spreddig. Dort wurde dann der Fußballverein unter dem Namen “Centra Spreddig“ aus der Taufe gehoben. Als Vereinsfarben wählte man Grün/Weiß. Zum ersten 1. Vorsitzenden des Vereins wurde Johann Murken gewählt, der die Geschicke bis 1935 leitete. Anfangs gab es viele Mannschaftsschwierigkeiten, so dass zunächst nur eine Mannschaft aufgestellt werden konnte. Es führte sogar so weit, dass der damals 16 Jahre alte Fritz Schnakenberg schon in der Herrenmannschaft spielen musste. Aber der Verein wuchs sehr schnell. Bereits am 21. 2. 1932 zählte man 19 Aktive, zwei Jugendliche und vier Förderer. Der alte Heideplatz entsprach in keiner Weise mehr einem Fußballplatz, so dass man damit begann, neben der heutigen Gastwirtschaft Prigge einen neuen Sportplatz zu bauen. Zuschüsse oder moderne Baumaschinen waren damals unbekannt, so dass alle Mitglieder mit anpacken mußten. Es wurden Loren besorgt und das Gelände aufgefüllt. In unzähligen Hand- und Spanndiensten hatte man sich bald ein besseres Gelände geschaffen, das 1933/34 in Betrieb genommen werden konnte. Der Verein entwickelte sich nun allmählich immer weiter. In der Vereinsführung gab es 1935 einen Wechsel.

Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Johann Ackmann gewähIt, der die Geschicke des Vereins bis zum Kriege leitete. Immer mehr Spieler fanden sich zusammen. Trotz der Wirren des tobenden Krieges wurde in Hambergen immer noch Fußball gespielt. In erster Linie erstreckte sich der Spielbetrieb auf Freundschaftsspiele. Als Gegner kamen meistens Mannschaften der Soldaten in Frage. Aus Tagebuchaufzeichnungen des Gastwirtes August Tecklenburg vom 2. August 1942 geht hervor, dass an diesem Tage ein Fußballspiel auf dem Sportplatz in Spreddig gegen eine Gefangenenmannschaft aus Lübberstedt stattfand. Mit dem Jahr 1943 kam dann allerdings auch das Aus für den Spielbetrieb in Hambergen. Noch während des Krieges veranlassten die Verantwortlichen am 6. August 1940 die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht. Damals trug der Verein bereits seinen heutigen Namen, “FC Hambergen”. Schon am 12.1.1946 fanden sich beherzte Männer bereit, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Der Verein ging zunächst eine Fusion mit dem heutigen TV “Frisch auf” ein und nannte sich „Turn und Sportverein Hambergen“. 42 Männer und 7 Frauen trafen sich auf der Diele im Lokal Prigge, um über die Wiederaufnahme des Sportbetriebes zu beraten. Der Beitrag wurde auf 0,50 Mark festgesetzt, und die Übungsleiter leiteten den Sportbetrieb zunächst auf der Diele. Schon am 3.4.1946 wurde eine Beitragserhöhung auf 1,50 Mark vorgenommen. Am Sonntag vor Pfingsten des selben Jahres war es endlich soweit – das erste Fußballspiel wurde wieder ausgetragen. Nun begann eine schon damals stürmische Entwicklung des Vereinslebens. Bereits im Herbst des Jahres 1946 verfügte der Verein über drei Herren-, zwei Jugend- und zwei Frauenmannschaften, die Fußball spielten und Turnen betrieben (Frauen). Sogar zwei Handballmannschaften hatte der Verein aufzubieten.

Für die 1. Herren war Fritz Schmidt, ein Bremer der in Hambergen eine Jagd besaß, verpflichtet worden. Er musste aber Anfang April wegen zu hoher Gehaltsforderungen entlassen werden, und wurde im November desselben Jahres wieder eingestellt. Das erste Spiel der damaligen Jungmannen wurde in Gnarrenburg ausgetragen. Da aber einige Spieler mit Gummistiefeln, andere wiederum mit Fußballschuhen und dritte gar barfuß zu dem Spiel erschienen, hat der Schiedsrichter kurzerhand beschlossen, es wird barfuß gespielt um die Verletzungsgefahr zu minimieren und Chancengleichheit zu gewährleisten. Am Ende desselben Jahres waren bereits 48 Herrenspieler, 57 Jugendliche und 37 passive Männer im Verein zu Hause. Die Wirren des Krieges brachten es mit sich, dass es zu der damaligen Zeit noch keinen normalen Spielbetrieb im hiesigen Raum gab. So musste sich der FC Hambergen zusammen mit einigen wenigen anderen Vereinen nach Bremen orientieren und dort am Spielbetrieb teilnehmen. Am 02. 07.1949 kam es zu einer Trennung des Fußballclubs und der Turner, die seit der Zeit ein friedliches Nebeneinander führen und viele Bereiche der sportlichen Betätigungsmöglichkeiten abdecken. Im Jahre 1948 wurde erstmals der Versuch unternommen, auch Tischtennis zu spielen.

Die Tischtennisabteilung sollte von Oschi Mähler ge-leitet werden. Es ist aber nicht zur Entstehung einer Sparte gekommen. Erst 1950 hatten sich einige Spieler lose zusammengeschlossen, sich bei Tecklenburg auf dem Saal einige Tische zusammengestellt und begonnen, dort Tischtennis zu spielen. Diese Gruppe um Harry Röper, der zu jener Zeit in der 1. Herren des FC Hambergen Fußball spielte, stellte sich beim Vorstand des FC Hambergen vor und bat um Aufnahme in den Verein. Dieses wurde dann auf der Jahreshauptversammlung 1951 auch offiziell umgesetzt. Von Tecklenburg zog man danach um auf den Saal von Annemarie Müller ( später Rust ) Die erste Tischtennismannschaft bestand aus :Günter Wollny, Kurt Drage, Horst Doormann, Günter Voß, Harry Röper und Paul Liermann, zu der sich im selben Jahr der Jugendliche Hans Brodtmann gesellte. Im Jahre 1955 konnte die Tischtennisabteilung dann auch erstmalig eine Damenmannschaft benennen.

Der Vorstand

Notes

  • FC HAMBERGEN

    Wir für Euch, ihr für uns, gemeinsam für den FCH.

  • Termine 2017/18 zum vormerken!

    2./03.12.17: Hamberger Weihnachtsmarkt
    30.12.2017: Vereinsinternes Hallenturnier
    12.01.2018: Jahreshauptversammlung (Gasthaus Arps)
    20.01.2018: B&O Cup
    27.01.2018: Vereinskohlfahrt